Die Gemälde:
Die wesentlichen Elemente der Ausstellung stellten zwei großformatige Bilder
dar, deren Motive sich zum einen auf eine Abbildung einer Zahnfehlstellung aus einem klinischen Wörterbuch und zum anderen auf ein Werbefoto mit dem Bild einer Taube beziehen.
Darüber hinaus wurde folgende Gedichtpassage von Sylvia Plath visualisiert:
„Ich bin bewohnt von einem Schrei.
Nachts flattert er aus.
Und sucht mit seinen Haken nach etwas zum Lieben.“
Die Inszenierung:
Es ging mir nicht um das Porträt einer Person im klassischen Sinn. Die Bilder beziehen sich auf den Inhalt der Gedichtzeile, die für das künstlerische Selbst der Dichterin steht. Die Unzulänglichkeit jedweder Artikulation ist doch stets der Anlass, den künstlerischen Ausdruck zu suchen. Dieser muss selbst wiederum unvollkommen bleiben, weil er nur benennen kann, was in dieser künstlerischen Form existiert. Daran ist Sylvia Plath wohl auch zerbrochen, trotz oder gerade wegen aller Bemühungen, sich selbst mitzuteilen.
Die beiden Bilder waren vis-a-vis im Raum angeordnet, die Textbanderole auf der dazwischenliegenden Wand. Hinzu kamen Texttafeln mit Auszügen aus der Biographie „Sylvia Plath“ von Elisabeth Bronfen (1998). Unmittelbarer Anlass des Projektes war der vierzigste Todestag der Dichterin.
Marius Heckmann, 2003
Produzentengalerie Stephanie Krumbholz, 2003
Organisation und praktische Umsetzung: Anja Leu
Idee, Konzeption, Malerei: Marius Heckmann




